Lehrbuch der makedonischen Sprache von Dr. Wolf Oschlies

Vor 40 Jahren war Prof. Wolf Oschlies einer der beiden Autoren des ersten Makedonisch-Lehrbuchs, das außerhalb Jugoslawiens erschien – die erste Auflage wurde 1984 herausgegeben, dann 1986 eine 2. und erweiterte Auflage, und im Jahr 2007 hat er in arbeitsreichem Alleingang das damalige Werk von Grund auf überarbeitet, aktualisiert und mit einer umfangreichen Einführung in Geschichte und Sprache der Makedonen versehen.

„Lehrbuch der makedonischen Sprache in 50 Lektionen“ von Wolf Oschlies, 2007

Wolf Oschlies, Verfasser von Artikeln, Aufsätzen und Analysen ist Lesern aus ganz Osteuropa bekannt, publizierte in der Münchner wissenschaftlichen Reihe „Slavistische Beiträge“ ein „Lehrbuch der makedonischen Sprache in 50 Lektionen“. Dass dieser Autor große Sympathie für Land, Leute und Sprache hat, verhehlt er nicht nur nicht – er möchte vielmehr Lesern und potentiellen Erlernern dieser (zugleich ältesten und jüngsten unter den Slavinen) Sprache Mut machen und Vergnügen bereiten, was dem Buch durchaus zugute kommt.

1. Auflage 1984 – Die Einbandprägung wurde mit dem Wappen Makedoniens aus der Stemmatographie (1741) von Hristofor Zefarovik geschmückt

Dass es, speziell im deutschen Sprachraum, andere Autoren gibt, die das Makedonische als „künstliches Idiom“ ansehen, von Tito geschaffen zur Trennung der Makedonen von ihrem „Vaterland“ Bulgarien, weiß Oschlies natürlich und er konterkariert solche Auffassungen gleich doppelt: In der Einleitung, die den Weg des Makedonischen vom „Mutterdialekt“ von Kyrill und Method bis zur Gegenwart nachzeichnet, und in den zahlreichen Übungs- und Lesetexten des Lehrbuchs, die „für die Ewigkeit“ ausgewählt wurden – altmakedonische Lieder und Sprichwörter, biblische Texte, grammatische Übungen anhand der Zehn Gebote (die in der Tat das klassische Beispiel imperativischer Verbformen sind).

Aus dem Vorwort:

Dieses Buch ist ein Novum und Wagnis zugleich – das erste Lehrbuch des Mazedonischen im deutschsprachigen Raum, gewiß auch weit über diesen hinaus.

Es entstand aus der langjährigen Beschäftigung der Autoren mit dem Mazedonischen, ihren vielfältigen Kontakten mit dem heutigen Mazedonien und ihren Erfahrungen mit akademischem Unterricht in Deutschland.

Daß ein Quentchen balkanischer „inat“ bei der Abfassung Pate gestanden hat, die endlosen Diskussionen um die Mazedonier und Ihre Sprache versachlichen zu helfen, soll gar nicht bestritten werden.

Ohne die Hilfe und den Rat vieler mazedonischer Kollegen und Freunde hätte das Buch nicht geschrieben werden können – Ihnen allen sei es zum Zeichen der Dankbarkeit gewidmet, ganz besondere Dragi Stefanija (Ohrid) und Tome Sazdov (Skopje).

Ein herzlicher Dank der Autoren geht auch an die Herausgeber der „Slavistischen Beiträgen“ – durch die Aufnahme des Lehrbuchs in die Reihe teilten sie das Wagnis.

Möge das Buch der schönen mazedonischen Sprache – der ältesten und jüngsten, kleinsten und „internationalsten“ unter den Slavinen – neue Freunde gewinnen!

Bonn, Köln, am 29. November 1983

Vera Bojic, Wolf Oschlies

Geleitwort: Vera Bojić, Wolf Oschlies, 1984
Übungen aus „Lehrbuch der mazedonischen Sprache“, 1984

Zur Person: Dr. Wolf Oschlies ist Slavist, Politikwissenschaftler, Journalist und Experte für Osteuropa.

Prof. Dr. Wolf Oschlies bei der Verleihung der Ehrenpromotion an der Universität in Skopje mit der Deutschen Botschafterin Dr. Irene Hinrichsen
Prof. Dr. Wolf Oschlies bei der Verleihung der Ehrenpromotion an der Universität in Skopje mit der deutschen Botschafterin Dr. Irene Hinrichsen

Er studierte Slawistik an der Universität Hamburg. Ab 1973 war er am Zentrum für Analytik der Bundesregierung beschäftigt. Er arbeitete auch am Institut für Orientalistik und Internationale Studien in Köln. Von 1977 bis 2006 arbeitete und lehrte er als Professor an der Universität Gießen und ist bis heute Publizist für Osteuropa,unter anderem schreibt er regelmäßig für die Netzzeitschrift Eurasisches Magazin, für die Preußische Allgemeine Zeitung, für Compact sowie für die Blätter für deutsche und internationale Politik

Im Anschluß ein Artikel zur Neuveröffentlichung des Lehrbuchs im Jahr 2007, mit Erstveröffentlichung vom 15.01.2007

https://www.eurasischesmagazin.de/artikel/Wolf-Oschlies-veroeffentlicht-Lehrbuch-der-makedonischen-Sprache/20070115

Verwendung von Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des Eurasischen Verlags

„Lehrbuch der makedonischen Sprache“ Otto Sagner Verlag, München, Edition 1. Jan. 2007

Slavistische Beiträge, Bd. 454; Studienhilfen, Bd. 15, 183 Seiten

ISBN-10 : 387690983X ISBN-13: 978-3876909837

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