OFFIZIELLER WIRTSCHAFTSDIALOG IN DER NATIONALBANK: DER GOUVERNEUR DR. TRAJKO SLAVESKI EMPFÄNGT DEN ZENTRALRATSVORSITZENDEN ROBERT KLENKOSKI ZU EINEM OFFIZIELLEN ARBEITSGESPRÄCH
Skopje, 14. September 2026 – In den Räumlichkeiten der Nationalbank fand ein offizielles Treffen statt, bei dem der Gouverneur Dr. Trajko Slaveski den Vorsitzenden des Zentralrats der Makedonen in Deutschland e.V., Herrn Robert Klenkoski, empfing. Das Treffen verlief im Sinne eines hochkarätigen finanzwirtschaftlichen Dialogs, der sich auf den gesamten Bankensektor, die gezielte Förderung von Devisenzuflüssen und den Schutz der Kapitalrechte von im Ausland lebenden und arbeitenden makedonischen Staatsbürgern konzentrierte.
Während des Gesprächs unterstrich der Vorsitzende Klenkoski die wirtschaftliche Position des Zentralrats, dass die Devisenüberweisungen und direkten Finanzanlagen unserer Mitbürger im Ausland eine tragende Säule für die Wirtschaft, Liquidität und Stabilität des heimischen Marktes darstellen. Als eine Organisation, die kompromisslos für die wirtschaftlichen Interessen unserer Auswanderer kämpft, präsentierte Herr Klenkoski eine Plattform zur Entbürokratisierung der Währungsregularien im Investitionsbereich:
1. Erleichterung des internationalen Zahlungsverkehrs und Bürokratieabbau beim Kapitaltransfer
- Realer Kontext des Problems: Die im Ausland lebenden makedonischen Staatsbürger, welche rechtmäßig erworbenes Kapital für den Kauf von Immobilien, Geschäftsinvestitionen oder familiäre Unterstützung in die Heimat transferieren möchten, sind oft mit komplizierten und veralteten Verfahren des Bankensektors konfrontiert. Von ihnen werden übermäßige Nachweise über die Herkunft der Gelder gefordert, obwohl die Mittel in Deutschland bereits die strengen Prüfungen der Banken und Steuersysteme durchlaufen hatten.
- Position des Zentralrats: Das Finanzsystem muss einen schnellen und erleichterten Fluss legaler Devisenzuflüsse aus der EU-Zone ermöglichen. Der Zentralrat forderte die Nationalbank im Rahmen ihrer regulatorischen Kompetenzen auf, zusätzliche Richtlinien und Verordnungen für den Zahlungsverkehr zu erleichtern. Der Bankensektor sollte vereinfachte digitale Verfahren für den Empfang von Devisenüberweisungen aus dem Ausland einführen, die aus nachweisbaren legalen Einkünften stammen, um so mutigere Kapitalanlagen in der heimischen Wirtschaft zu stimulieren.
2. Das Kreditierungs-Paradoxon: Anerkennung deutscher Einkommen und bewährter Auslandssysteme
- Realer Kontext des Problems: Viele unserer Mitbürger, die in Deutschland arbeiten, stehen in der Heimat vor einer absurden administrativen Mauer. Während deutsche Banken ihnen auf Basis ihres deutschen Gehalts und ihrer nachgewiesenen Arbeitsplatzsicherheit problemlos eine langfristige Finanzierung für den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses in Deutschland bewilligen würden, verweigert der Bankensektor in Makedonien die Finanzierung für eine Immobilie in Makedonien komplett. Die heimischen Banken weigern sich strikt, deutsche Einkommensnachweise, Arbeitsverträge oder ausländische Bürgschaften anzuerkennen, und entziehen unseren Bürgern damit direkt die Möglichkeit, in Wohneigentum in der Heimat zu investieren.
- Position und konkreter Vorschlag des Zentralrats: Der Zentralrat forderte die Nationalbank auf, eine regulatorische Rahmenrichtlinie nach dem Vorbild fortschrittlicher EU-Staaten sowie des erfolgreichen regionalen Modells aus Serbien auszuarbeiten. In Ländern wie Portugal, Spanien und Irland sowie im Nachbarland Serbien haben die Zentralbanken klare Verordnungen erlassen, nach denen Banken verpflichtet sind, legale EU-Einkommen, deutsche Gehaltsabrechnungen und Berichte von Kreditschutzorganisationen wie der deutschen SCHUFA als valides Äquivalent anzuerkennen. Über diese Modelle wird es im Ausland lebenden Bürgern ermöglicht, reguläre Wohnungsbaukredite mittels einer Hypothek auf die Immobilie in der Heimat oder über ausländische Bürgschaften abzusichern. Klenkoski schlug vor, dass die Nationalbank zügig einen identischen regulatorischen Rahmen für den makedonischen Bankensektor umsetzt, um diese wichtige Investitionsbrücke für unsere Rückkehrer zu öffnen.
3. Komparativer Schutz von Deviseneinlagen und Harmonisierung der Spargarantien
- Realer Kontext des Problems: Es besteht ein gravierender Unterschied bei den gesetzlichen Einlagensicherungssystemen zwischen dem europäischen und dem heimischen System, was die Entscheidung unserer Bürger im Ausland, wo sie ihre Kapitalreserven anlegen, direkt beeinflusst. Während in der Bundesrepublik Deutschland und der gesamten Europäischen Union die Devisenersparnisse pro Kunde und Bank bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesetzlich und verfassungsrechtlich geschützt sind, garantiert der Einlagensicherungsfonds in Makedonien lediglich einen Betrag von bis zu 30.000 Euro.
- Position des Zentralrats: Um das internationale Vertrauen nachhaltig zu stärken und Kapitalflüsse massiv in den heimischen Bankensektor zu lenken, muss Makedonien diese Absicherungsschwellen schrittweise an europäische Standards anpassen. Der Zentralrat forderte die Nationalbank auf, diese Differenz bei der Gestaltung künftiger Währungsregularien zu berücksichtigen, um einen zusätzlichen institutionellen Anreiz für Auswanderer zu schaffen, ihr Vermögen ohne Vorbehalte in der Heimat zu deponieren.
Bestätigung der Denar-Stabilität und Sicherheit des Währungssystems
- Wirtschaftliche Stabilität: Als äußerst positiver Aspekt des Treffens informierte der Gouverneur Dr. Trajko Slaveski den Vorsitzenden Klenkoski ausführlich über die aktuelle monetäre Lage des Landes. Der Gouverneur präsentierte hervorragende Indikatoren, die die absolute Stabilität des Denars, die konsequente Beibehaltung einer niedrigen Inflationsrate sowie die hohe Liquidität des gesamten makedonischen Bankensektors bestätigen. Dr. Slaveski betonte, dass sich die Devisenreserven des Staates auf einem historischen Höchststand befinden. Dies garantiere, dass die Devisenersparnisse und Kapitalanlagen unserer Mitbürger im Ausland vollkommen sicher und vor jeglichen Marktschocks geschützt sind. Diese positiven monetären Parameter senden ein klares Signal des Vertrauens und der Sicherheit an jeden Makedonier, der plant, sein Kapital in der Heimat zu investieren.
Intensivierung der internationalen Zentralbankkooperation
- Zusammenarbeit mit europäischen Aufsichtsbehörden: In Bezug auf die internationale Zusammenarbeit ermutigte Herr Klenkoski die Nationalbank, den fachlichen und technischen Erfahrungsaustausch mit der Deutschen Bundesbank und den führenden europäischen Finanzregulierungsbehörden aktiv auszubauen, um höchste IT-Sicherheitsstandards im Bankensektor zu implementieren. Er betonte, dass der Zentralrat alle Prozesse zur Stärkung der Währungssicherheit ausdrücklich fördert und seine institutionelle Unterstützung in Berlin anbietet, wann immer dies für künftige Projekte zur Sicherung der Finanzstabilität des Landes von Bedeutung ist.
Nachhaltiges Bekenntnis zu einem fortlaufenden Wirtschaftsdialog
- Zukunftsorientierte Partnerships: Nach einem ausführlichen Gespräch sicherten beide Seiten zu, den regelmäßigen Kontakt langfristig zu intensivieren, um ein investitionsfreundlicheres Umfeld für Auswanderer zu schaffen. Der Vorsitzende Klenkoski drückte dem Gouverneur der Nationalbank, Dr. Trajko Slaveski, seinen tiefen Respekt für seine hohe Professionalität, sein internationales Renommee und seine stabile Führung der Geldpolitik des Landes aus.
Pressekontakt:
Zentralrat der Makedonen in Deutschland e.V.
Mühlenstr. 8a, D-14167 Berlin
Tel.: (+49) 030/6098296-0
E-Mail: info@zentralratdermakedonen.de
