SPRACHVERBOT IN DER EU? Wie Sofia unsere Identität auslöschen will!

Offizielle Stellungnahme des Zentralrats der Makedonen in Deutschland e.V. gegen die aktuellen identitätsfeindlichen Angriffe im bulgarischen Parlament

Berlin, 13. September 2026 – Der Zentralrat der Makedonen in Deutschland e.V. verurteilt die jüngsten geschichtsrevisionistischen und chauvinistischen Äußerungen sowie die offizielle parlamentarische Initiative des bulgarischen Abgeordneten Kostadin Kostadinow vom 11. September 2026 aufs Schärfste.

Unter dem Vorwand eines sportlichen Ereignisses hat Kostadin Kostadinow die Bühne der Nationalversammlung der Republik Bulgarien genutzt, um eine beispiellose Kampagne der Dehumanisierung und der ethnischen Aggression gegen die makedonische Nation zu lancieren. Besonders besorgniserregend ist, dass diese Rhetorik in eine formelle parlamentarische Gesetzes- und Verfassungsinitiative gegossen wurde. Diese fordert die gesetzliche Zwangsdegradierung der international kodifizierten makedonischen Sprache zu einem bloßen „bulgarischen Dialekt“ sowie die offizielle Leugnung unserer eigenständigen Nation.

Ein klarer Bruch mit europäischen Grundwerten

Als demokratisch legitimierter Verband und Interessenvertretung der makedonischen Volksgruppe in der Bundesrepublik Deutschland betonen wir: Das Recht auf ethnische Selbstidentifikation und die Pflege der eigenen Muttersprache sind unveräußerliche Menschenrechte, die durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO sowie die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützt sind.

Der systematische Antimakedonismus durch politische Amtsträger eines EU-Mitgliedstaates verletzt fundamental die Kernwerte der Europäischen Union (Art. 2 EUV). Solche irredentistischen Initiativen schüren gezielt ethnischen Hasse, gefährden den interethnischen Frieden auf dem Westbalkan und belasten das friedliche Zusammenleben innerhalb der europäischen Völkerfamilie und unserer Gemeinschaften hierzulande.

Konkrete politische und diplomatische Schritte eingeleitet

Der Zentralrat der Makedonen in Deutschland e.V. nimmt diese Angriffe nicht tatenlos hin. Der Vorstand hat umgehend reagiert und ein umfassendes diplomatisches und politisches Dokumenten-Paket auf den Weg gebracht. Offizielle Protest- und Begleitschreiben wurden zeitgleich an folgende Institutionen übermittelt:

  • An die Botschaft der Republik Bulgarien in Berlin (sowie an die Generalkonsulate in Frankfurt und München) – mit der nachdrücklichen Aufforderung, sich von den Äußerungen Kostadinows zu distanzieren und jegliche identitätsverletzenden Anträge strikt abzulehnen.
  • An das Auswärtige Amt (z. Hd. Bundesminister Dr. Johann Wadephul und das zuständige Südosteuropa-Referat) – mit dem Appell, diesen aggressiven Revisionismus gegenüber den bulgarischen Partnern klar zu verurteilen und den gesellschaftlichen Frieden der Diaspora in Deutschland zu schützen.
  • An den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages – um den grassierenden Antimakedonismus auf die parlamentarische Agenda der Bundespolitik zu setzen.
  • An das Europäische Parlament und die Europäische Kommission – zur Prüfung von Verstößen gegen die EU-Grundrechte.

Die Identität, Kultur und Sprache der Makedonen stehen nicht zur Disposition und sind keine Verhandlungsmasse für nationalistische Akteure. Wir werden jedem Versuch, unsere Würde im In- oder Ausland zu leugnen, mit allen legitimen demokratischen und rechtlichen Mitteln entgegentreten.

[DOWNLOAD] Offizielles Protestschreiben an die Botschaft der Republik Bulgarien (PDF)
[DOWNLOAD] Politisches Begleitschreiben an Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul (PDF)
[DOWNLOAD] Eingabe an den Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages (PDF)
[DOWNLOAD] Formelle Beschwerde an die Europäische Union (PDF)

Pressekontakt:

Zentralrat der Makedonen in Deutschland e.V.

Mühlenstr. 8a, D-14167 Berlin

Tel.: (+49) 030/6098296-0

E-Mail: info@zentralratdermakedonen.de