
Der Zentralrat der Makedonen traf sich am 15. Januar 2022 über die Zoom-Plattform mit dem deutschen Dichter Matthias Bronisch.
Herr Bronisch bot seine Unterstützung und Zusammenarbeit im Bereich Kultur und Literatur an, zudem sagte er einem ausführlichen Interview zu.
Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Literaturwissenschaft in Münster und Hamburg war Bronisch von 1963-1966 als Lektor im ehemaligen Jugoslawien tätig. Nach seiner Zeit als Referendar und Lehrer in Bremen war Bronisch von 1971 bis 1976 als Lektor an der Universität Skopje, Makedonien und bis 2000 als Lehrer in Bielefeld tätig. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und in der deutschen Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland.
Bronisch veröffentlichte Übersetzungen aus dem Makedonischen (Lyrik und Prosa) und eigene Werke, die ins Makedonische und in weiteren Sprachen übersetzt wurden. Seine bekanntesten Übersetzungen aus dem Makedonischen ins Deutsche sind:
Makedonien. Moderne Erzähler der Welt, 23 Erzählungen, u. a. von Blaze Koneski, Vlada Urošević, Živko Čingo, 1976
Moderne makedonische Lyrik (Herausgeber und Übersetzer, 1978
Blaže Koneski, Unter dem weißen Kalkstein der Tage. Gedichtsammlung. (Herausgeber, Übersetzung/Übertragung und Nachwort), 1986
Bronisch nahm an das weltberühmte internationale Literaturfestival „Struga Poesieabende (Struški večeri na poezijata) teil und erhielt 1978 den Grigor-Prličev-Preis für Übersetzung des makedonischen Schriftstellerverbandes.
Bronisch ist Herausgeber des dreimal im Jahr erscheinenden Bielefelder Literaturmagazins „Tentakel“. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist er auch bildnerisch tätig.